Der sehnsüchtig erwartete Gipfel zwischen Trump und Kim ging harmonisch über die Bühne. «Grossartiges Treffen», twitterte Trump. Kim bedankte sich. Für US-Medien gab es gestern Donnerstag kein anderes Thema: «Trump meets Rump», titelte die «New York Post» – übersetzt: Trump trifft ähm ... Hintern?

Moment. Kim ist ein Diktator, aber muss man ihn deshalb gleich beleidigen? Oder war das etwa gar nicht Kim aus Nordkorea im Weissen Haus, sondern Kim aus dem Fernsehen?

Tatsächlich: Kim Kardashian. Die ist – wie soll man das anders sagen – berühmt wegen ihres grossen Hintern. Nicht der eine hochkarätige Gipfel also, sondern (wieder «New York Post»): «The Other Big Ass Summit».

Macht aber auch alles Sinn: Kims Ehemann, der Rapper Kanye West, war vor kurzem zu Trump konvertiert und hatte auf Twitter sein Glaubensbekenntnis abgelegt. Dem Herrscher im Weissen Haus gefiel das. Zur Belohnung durfte seine Frau nach Washington reisen und eine Person ihrer Wahl begnadigen lassen.

Kim wählte die 63-jährige Alice Johnson, die wegen Drogendelikten im Knast sitzt. Ob Donald I. seinen Daumen über Johnson nun hebt oder senkt, ist allerdings noch offen.

Liebe Leserin, lieber Leser. Nur so zum Spass: Stellen Sie sich doch einmal kurz vor, sie würden durch die Zeit reisen, zum Beispiel ins Jahr 1995, und müssten das jemandem erklären.