Kolumne

Tannenzapfen: Der neuste Import-Hit aus China

Im Coop gibt es jetzt Tannzapfen, direkt aus China.

Im Coop gibt es jetzt Tannzapfen, direkt aus China.

Jörg Meier macht sich Gedanken zu den Tannzapfen, die im Coop und weiteren Grossverteilern angeboten werden. Sie kommen nicht etwa aus der Schweiz, sondern aus Übersee.

Die Empörung ist gross. Zwar sind die chinesischen Eindringlinge legal mit dem Containerschiff in die Schweiz eingereist. Man hat sie sogar angefordert und ihnen die Reise bezahlt. Kein Wunder, sind sie gleich millionenfach gekommen.

Und man hat gut für sie gesorgt, so gut, dass Coop sie nun in 170 Filialen in der ganzen Schweiz anbieten kann. 10 Stück kosten 3.95 Franken. Dem Vernehmen nach tun es andere Grossverteiler auch.

Die Rede ist von chinesischen Tannenzapfen, die Weihnachtsdekorationen in der Schweiz schöner machen sollen. Das ist natürlich nett von Coop und den anderen Verkäufern, dass sie sich für stimmige Weihnachtsdekorationen einsetzen.

Geradezu gerührt sind wir über die Mediensprecherin, die sagt, der Import aus China sei für Kunden gedacht, die keine Zeit hätten, im Wald Tannenzapfen zu sammeln. Ein anderer Mediensprecher versichert, die Tannenzapfen seien ökologisch in die Schweiz gereist.

Das beruhigt uns. Überhaupt ist es ein positives Zeichen der Chinesen, dass sie uns ihre Tannenzapfen günstig überlassen. Vielleicht war es doch gut, dass Ueli Maurer im Frühling nach Peking gereist ist und mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über Handelsbeziehungen gesprochen hat.

Die Empörung ist völlig fehl am Platz. Wir sollten uns besser überlegen, was wir den Chinesen im Gegenzug anbieten könnten. Vielleicht unsere eigenen Tannenzapfen, von denen wir ja jetzt viel zu viele haben.

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Jörg Meier

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