Unterstützung

Swisslos-Fonds: eine gute Sache

41 Kulturprojekte erhalten im 4. Quartal 2018 einen Beitrag aus dem Swisslos-Fonds – so auch das Aargauer Kunsthaus.

41 Kulturprojekte erhalten im 4. Quartal 2018 einen Beitrag aus dem Swisslos-Fonds – so auch das Aargauer Kunsthaus.

Millionen von Swisslosgeldern fliessen jedes Jahr in den Aargau; 39 Millionen Franken waren es 2017. Mit dieser Unterstützung will der Kanton auch ein vielfältiges kulturelles Leben im Kanton Aargau fördern. Wer wie viel erhält, entscheidet der Regierungsrat; verteilt wird viermal pro Jahr. Anfang Dezember wurde die vierte Ausschüttung 2018 veröffentlicht. 41 Kulturprojekte erhalten insgesamt gut drei Millionen Franken.

Der grösste Betrag geht diesmal an die Kantonsarchäologie für die Auswertung einer Ausgrabung in Gränichen. Man erhofft sich Einblicke ins Leben in der Mittelbronzezeit. Was man in Gränichen gefunden hat, sei schweizweit einzigartig, erklären die Archäologen. Rund 100'000 Funde wurden registriert und dokumentiert. Doch leider fehlt der Kantonsarchäologie zurzeit das Geld, um die Funde auszuwerten. Und ohne Auswertung gibt es keine neuen Erkenntnisse; die Ausgrabung wäre weitgehend sinnlos gewesen. Doch dank der Unterstützung von 700'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds sind nun neue Erkenntnisse möglich.

Und was für die Ausgrabung in Gränichen gilt, gilt auch für alle 40 andern unterstützten Projekte, sei es die Digitalisierung des Firmenarchivs Graber, das Theaterprojekt «Deschliken 1437» oder die neue Produktion der Operettenbühne Bremgarten: Ohne Swisslos-Fonds wäre die Aargauer Kultur ärmer dran. Gut, gibt es den Swisslos-Fonds! Und es ist richtig, dass der Regierungsrat anhand klarer Kriterien die Beiträge vergibt. Und nicht etwa eine Kommission oder gar der Grosse Rat.

joerg.meier@chmedia.ch

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Autor

Jörg Meier

Jörg Meier

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