Dieser Tage sind die ersten Ergebnisse der neusten Schweizer Jugendbefragung «ch-x» publiziert worden. Im Vergleich zur letzten Befragung sei die Schweizer Jugend nach rechts gerückt, erklären uns die Fachleute. Das liegt im gesamtgesellschaftlichen Trend und gefährdet das Zusammenleben im Land wohl kaum.

Wesentlich bedenklicher ist dagegen die Feststellung, dass bei den befragten jungen Schweizerinnen und Schweizern Homophobie und Fremdenhass markant zugenommen haben. Einst war Fremdenhass vor allem Extremisten und frustrierten Verlierern vorbehalten. Nimmt die Verachtung gegenüber Fremden und anderen Randgruppen aber schon bei denen zu, die ihr ganzes Erwachsenenleben noch selbst gestalten können, sollten in Politik und Gesellschaft die Alarmglocken läuten. Gerade von jungen Menschen kamen einst die Forderungen nach einem freieren, sozialen und gemeinschaftlichen Leben ohne Krieg und Hass. Wenn urschweizerische Werte wie Gemeinschaftssinn und Solidarität mit den Schwachen den Bach runtergehen, sieht es bös aus für die Zukunft unseres Landes.