Die magere Stimmbeteiligung und das knappe Resultat belegen es: Das Nein zum Kunstrasen ist kein sachlicher Entscheid. Es ist ein Sieg der Emotionen. Der FC Wohlen ist, bestens unterstützt aus der Chefetage im Gemeindehaus, (zu) lange auf dem hohen Ross gesessen und hat mit Tricks und Kniffs zu seinem Wohl am Rad gedreht.

Diese Zeiten sind schon länger vorbei. Umso bitterer die Tatsache, dass jetzt die heutige, weit umsichtigere und «umweltverträglichere» Führung des Vereins für die Fehler in der Vergangenheit büssen muss. Die Konsequenzen aus dem Nein werden allerdings kaum den Profifussball der Challenge League treffen. Leiden dürfte vor allem der Nachwuchs.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass wegen der prekären Situation auf der Sportanlage Niedermatten Juniorenmannschaften ihren Spielbetrieb einstellen müssen, zumindest vorderhand. Da haben die Initianten des Referendums auf den Esel gezielt, aber den Sack getroffen.

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