Der öffentlich-rechtliche Sender zeigte einen Butler, der einer wohlhabenden älteren Dame Dinner servierte. Die Hausherrin wirkte verwirrt. Jedenfalls musste der Butler nicht nur unablässig Wein nachschenken, sondern auch Gäste mimen, welche der Einladung der Dame ferngeblieben sind. Die Hausherrin nötigte den Diener dazu, die Gläser dieser imaginären Gäste selbst zu leeren. Zum Schluss musste der Hausangestellte die Dame zu Bett begleiten, wo er offenbar auch noch sexuelle Dienstleistungen zu erbringen hatte. Eine Prozedur, die sich – wie mehrmals erwähnt – jährlich wiederholt. Man kann einwenden, dass umschalten kann, wem das Fernsehprogramm nicht passt. Doch an Silvester gab es kein Entrinnen. Die Sendung lief auf SRF 1 und 2. Der österreichische ORF zeigte das traurige Schauspiel genauso wie die Deutsche ARD.

Interessant wäre zu wissen, was die Unfallversicherung Suva von diesen Arbeitsbedingungen hält. Zumal der Butler, vom Alkohol zusehends angeschlagen, die verlangten Spirituosen jeweils noch über ein Hindernis balancieren musste. Doch sie schweigt genauso wie all die Sexismusfachstellen. Und wo sind die Leute von No Billag, wenn man sie braucht?