Wie gut kennt sich CVP-Präsident Gerhard Pfister mit Bibel und Koran aus? In «Late Update», der neuen Satiresendung des Schweizer Fernsehens, setzte Moderator und Kabarettist Michael Elsener seinem Studiogast Pfister letzte Woche drei Stellen aus Bibel und Koran vor. Pfister sollte erraten, aus welcher der heiligen Schriften die Verse stammen. Doch mit Kenntnissen punktete dieser, gelinde gesagt, nicht. 

Erster Vers: «Ein Mann, der mit der Frau seines Nächsten die Ehe bricht, wird mit dem Tod bestraft, der Ehebrecher samt der Ehebrecherin.» Wie antwortete Pfister? So, wie viele von uns spontan antworten würden, wenn es um drakonische Strafen geht: «Koran». Der Vers aber steht im Alten Testament. Das hätte Pfister eigentlich stutzig machen sollen. Doch der CVP-Chef glaubte sich auf der sicheren Seite, als Elsener ihm einen anderen Vers vorlegte, in dem Jesus um das Abendmahl bittet. «Jesus, ein geschenkter Sieg», bluffte Pfister im TV – und tippte wiederum falsch. Diesmal auf die Bibel. 

Tja, Herr Pfister, Verse über das Leben von Jesus finden sich im Koran eben genauso, wie Verse über kapitale Strafen von Sündern in der Bibel. Das sollte einem, der christliche Werte gerne von muslimischen abgrenzt, eigentlich zu denken geben.