comparis.ch hat sich seine Stellung als Nummer 1 bei Vergleichen von Krankenkassenprämien mit einem guten Produkt erarbeitet. Damit verdient das Unternehmen zu Recht gutes Geld. Neu auch mit einer Tochterfirma, die mit Vermittlern von Kassenprodukten zusammenarbeitet.

Wie ein Test ergab, sind diese neuen Angebote jedoch alles andere als konsumentenfreundlich. Das fängt damit an, dass sich comparis.ch dafür bezahlen lässt, Offerten von kränkeren Versicherten auszuschliessen. Und hört damit auf, dass wechselwillige Kunden dazu aufgefordert werden, ihre Zusatzversicherungen zu kündigen. Tun sie dies, verlieren sie möglicherweise ihre Deckungen im privaten Zusatzversicherungsbereich.

Solche Mängel will comparis.ch zwar beheben. Das reicht nicht: Die Chefs des Internetvergleichsdiensts müssen sich entscheiden, was sie sein wollen. Wenn sie ein neutraler Berater der Konsumenten sein wollen, müssen sie solche Verdienstmöglichkeiten aufgeben. Oder zugeben, dass sie ein ganz gewöhnlicher Versicherungsmakler sind.

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