Natürlich wissen wir, dass Rheinfelden eine schöne Altstadt hat. Und die Wellness-Welt des Sole Uno kennen wir selbstverständlich auch. Aber dass Rheinfelden nun gleich den Wakker-Preis 2016 erhält, das erstaunt dann doch ein wenig. Zumindest diesseits des Juras.

Dann das grosse Staunen an der Medienorientierung in der renovierten Kurbrunnenanlage in Rheinfelden (ein eindrücklicher Bau, für teures Geld renoviert, statt abgerissen). Die Fachleute vom Heimatschutz rühmen. Die Lebensqualität in der Stadt sei hoch, sagen sie, weil die Rheinfelder langfristig und klug geplant haben und das noch immer tun. Die Rheinfelder wissen, wie und mit welcher Qualität die Stadt wachsen soll. Diese Haltung hat Folgen: Die Rheinfelder haben eine lebendige Altstadt (die Grossverteiler haben sich knapp ausserhalb eingenistet), sie haben attraktive neue Quartiere, alles in Fussdistanz zueinander. Sie sind durch die Brücke mit Rheinfelden ennet dem Rhein verbunden; sie haben Pärke und Promenaden, und der Verkehr bleibt draussen.

Der Wert des Wakker-Preises liege in der öffentlichen Anerkennung, heisst es beim Heimatschutz. Das Preisgeld ist mit 20 000 Franken eher bescheiden. Schweizweit wird Rheinfelden etwas Aufmerksamkeit erhalten. Also könnte der Wakker-Preis durchaus Anlass sein, sich einmal dieses Rheinfelden ein bisschen gründlicher anzusehen. Dank der Autobahn ist man schnell dort. Und Parkplätze findet man zudem leicht. Auch daran haben die Rheinfelder gedacht.