Döttingen

Probleme nur aufgeschoben

Daniel Weissenbrunner
Nach dem Nein ging der Gemeinderat gezwungenermassen über die Bücher und fror von Gesetzes wegen die nicht gebundenen Ausgaben ein.

Nach dem Nein ging der Gemeinderat gezwungenermassen über die Bücher und fror von Gesetzes wegen die nicht gebundenen Ausgaben ein.

In Döttingen soll der Steuerfuss unangetastet bleiben. Der Gemeinderat hat auf die Rückweisung des Budgets an der Wintergmeind ordnungsgemäss reagiert. Er hat seinen Auftrag erfüllt und einen neuen Vorschlag auf der Basis von 110 Prozenten erstellt.

Die unzufriedenen Stimmbürger haben damit ihr Ziel erreicht. Ob der neue Vorschlag sie nun besänftigen wird, darf allerdings bezweifelt werden. Zu umfangreich sind die Eingriffe. In der überarbeiteten Vorlage müssen alle Bereiche Federn lassen. Auch solche, die bei der Ablehnung im November die meisten wohl kaum auf der Rechnung hatten.

Den Döttingern sollte zu denken geben, dass die Pro-Kopf-Verschuldung laut Prognosen dramatisch ansteigen wird. Im neuen Jahr von 1000 auf 2000 Franken und bis 2027 auf über 5000 Franken. Man muss kein Ökonom sein, um aufzurechnen, dass die finanziellen Sorgen nicht gelöst, sondern nur vor sich hergeschoben werden.

In der Gemeinde im unteren Aaretal sollte die Erkenntnis reifen, dass man nach den paradiesischen Zuständen zwischen 2008 bis 2012, als die Gemeinde die Rangliste mit dem tiefsten Steuerfuss im Kanton anführte, nur noch ein gewöhnlicher Fleck im Aargau ist. Dieser Realität sollten sich die Döttinger stellen, auch wenn die Auswirkungen schmerzhaft sind.

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Daniel Weissenbrunner

Daniel Weissenbrunner

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