Kommentar

Perroud-Effekt hat nachgewirkt

Arsène Perroud

Arsène Perroud

Die SP als grosse Wahlsiegerin. Damit hat in Wohlen im Vorfeld der Einwohnerratswahlen wohl kaum jemand gerechnet. Man hat der Partei zugetraut, dass sie ihren vor vier Jahren verlorenen Sitz wieder zurückholt. Aber den Sitzanteil gleich um 75 % zu erhöhen – davon haben nicht einmal die grössten Optimisten in der Partei zu träumen gewagt.

Die SP hat in den vergangenen vier Jahren im Rat viel Engagement gezeigt und sich stets sachlich und fair für ihre politischen Ziele eingesetzt. Die Fraktion ist auch stets recht geschlossen aufgetreten. Damit hat sie punkten können. Eine Rolle gespielt hat beim Wahlerfolg sicher auch der Perroud-Effekt. Arsène Perroud ist am 24. September mit einer sehr guten Stimmenzahl zum neuen Gemeindeammann gewählt worden. Das hat die Partei dazu motiviert, sich im Wahlkampf besonders anzustrengen.

Die Verliererparteien des Wahlsonntags sind die CVP und die SVP. Ihre Verluste waren in diesem Umfang zwar nicht zu erwarten, viel Kredit gegeben hat man jedoch im Vorfeld der Wahlen beiden nicht. Die SVP hat gewichtige personelle Rochaden hinter sich und die Amtsperiode war von internen Querelen geprägt. Das konnte nicht gut kommen. Gleiches gilt für die CVP. Auch hier hat man in den letzten Jahren oft mehr in interne Grabenkämpfe investieren müssen als in einen geschlossenen und überzeugenden Auftritt nach aussen. Die FDP hat diesbezüglich schon deutlich besser agiert und dafür jetzt mit einem Sitzgewinn den Zahltag eingefahren.

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