Apropos

Nummernschilder zählen ist schwierig

Wie viele Nummernschilder werden pro Bezirk pro Jahr eingezogen? Das wollten wir recherchieren.

Wie viele Nummernschilder werden pro Bezirk pro Jahr eingezogen? Das wollten wir recherchieren.

Es gibt Nummernschilder mit hohen und solche mit tiefen Nummern. Die einen werden zum Normalpreis an Normalbürger abgegeben, die anderen teuer versteigert. Für manche Nummernschilder schämt man sich ein bisschen und andere fährt man stolz mit breitem Heck. Und manche werden von der Polizei eingezogen, weil etwa der Autofahrer seine Versicherungsprämie nicht bezahlt hat. 

Da fragt sich dann der Lokaljournalist, wie das denn so aussieht in der Region. Also ruft er wahlweise bei der Kantonspolizei oder beim Strassenverkehrsamt an. Oder bei beiden, weil sie auf die jeweilis andere Stelle verweisen. Bis schliesslich Zahlen vorliegen. Und während die eine Stelle Zahlen für den Bezirk liefert, ist das für die andere zu viel Aufwand. Und bei der einen Stelle sind die Zahlen für den Kanton 3,5-mal so hoch wie bei der anderen. Ein Rätsel, für das es zwar mögliche, aber keine wasserdichten Erklärungen gibt. Da sind auch die Einsätze der Stadtpolizei dabei und dort nicht, da werden die Einsätze gezählt und dort die Verfügungen, und so ist ein Telefon spannender als das andere und man glaubt, sich des Pudels Kern zu nähern, um letztlich doch zu merken, dass es einfach nicht für alles eine Statistik gibt. Da bleibt am Schluss nur das Fazit, dass Nummernschilder zählen schwierig ist. Ausser für Blitzkästen. Auf die kann man sich verlassen. Die schiessen einfach los.

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