Apropos

Null Sensibilität bei Spitzenleuten?

Ans World Economic Forum (WEF) sind Entscheidungsträger mit nicht nachvollziehbar zahlreichem Gefolge in die Schweiz geflogen und nach Davos heliköpterlet, um unter anderem übers Klima zu reden.

Ans World Economic Forum (WEF) sind Entscheidungsträger mit nicht nachvollziehbar zahlreichem Gefolge in die Schweiz geflogen und nach Davos heliköpterlet, um unter anderem übers Klima zu reden.

Die Post-Tochter Swiss Post Solutions hat 200 000 Franken für ein zweitägiges Kader-Treffen ausgegeben - in der südvietnamesischen Wirtschaftsmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt. Die Flugmeilen, die da zusammengekommen sind, wurden nicht bekannt. Ans World Economic Forum (WEF) sind Entscheidungsträger mit nicht nachvollziehbar zahlreichem Gefolge in die Schweiz geflogen und nach Davos heliköpterlet, um unter anderem übers Klima zu reden. Es gäbe weitere Beispiele, die von null Sensibilität von Entscheidungsträgern zeugen – von der bezahlten Abu Dhabi-Reise eines Genfer Staatsrates bis zu einem Beitrag von 105 000 Franken an die Jahresversammlung der Schweizerischen Steuerkonferenz in Luzern, bezahlt von einem Kanton Luzern notabene, der einen harten Sparkurs auf Kosten derjenigen fährt, die es schon jetzt nicht dick haben.

Wohin (unter anderem) der fehlende Bezug zum Alltag vieler Menschen führen kann, erlebt zurzeit der französischen Staatspräsident.

«Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut» ist einer der Slogans, die jetzt bei Demonstrationen von Tausenden Schülerinnen und Schülern für einen besseren Klimaschutz ertönen. Es wird aufschlussreich sein, mit wie viel oder mit wie wenig Sensibilität auf die jugendliche «Ausrufung des Klima-Notstands» reagiert wird.

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