Kommentar

Niemals Gewalt

Demonstrationen in Hamburg.

Demonstrationen in Hamburg.

Schockiert. Erschüttert. Fassungslos. Das sind die Worte des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, nachdem er gestern in Hamburg Polizisten im Krankenhaus besuchte. Fast 500 Beamte sind bei den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel am Wochenende verletzt worden. Das Ausmass der Zerstörung in Hamburg übertraf die schlimmsten Erwartungen. Obwohl das Motto «Welcome to Hell» ahnen liess, dass es keinesfalls bei friedlichen Demonstrationen bleiben würde. Und doch erschraken die Hamburgerinnen und Hamburger, ihr Erster Bürgermeister Olaf Scholz und die Bundesregierung, wie viel rohe Gewalt, Zerstörungswut und Hass die Proteste gegen das Gipfeltreffen hervorbrachten. In Hamburg herrschten Kriegszustände – nicht nur im traditionell linksautonomen Schanzenviertel. Es ist ein Glück, dass es keine Toten gab. Plündernde «Demonstranten», die sich um iPhones prügelten, die sie zuvor aus einem Geschäft gestohlen hatten, sprechen Bände: Mit «antikapitalistischer Politik» hatten diese Ausschreitungen rein gar nichts zu tun. Die friedlichen Proteste Zehntausender gehen neben den Bildern aus der Hamburger Hölle völlig unter.

Auch in der Schweiz kommt es zunehmend zu linksextremen Gewalttaten. Während rechtsextreme Aktionen von weiten Teilen der Bevölkerung verachtet und abgelehnt werden, treffen linksextreme Taten wegen ihrer «politischen Anliegen» oft auf grösseres Verständnis. Dabei darf in der Politik immer nur eines gelten: niemals Gewalt! Es gibt keinen einzigen Grund, Ausschreitungen, Anschläge und Angriffe auf Leib und Leben zu rechtfertigen. Egal ob von links oder rechts. Gewalt ist immer nur ein Zeichen von kruder Dummheit und perverser Lust an der Zerstörung.

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