Die Probleme der Schweizer Nationalmannschaft vor der EM sind zahlreich. Ein Captain, der nie spielt und deshalb ausgemustert ist. Wichtige Spieler, die verletzt, angeschlagen oder ausser Form sind. Und nun auch noch wichtige Spieler, die viel zu lange mit ihren Vereinen unterwegs sind – und darum nicht rechtzeitig oder mit zu wenig Erholung zum Nationalteam stossen.

Es läuft wahrlich nicht so, wie sich das Nationaltrainer Vladimir Petkovic vorgestellt hatte. Seine Reaktion darauf ist stark. Er nennt die Probleme beim Namen. Aber er beklagt sich nicht darüber. Fragen stellen sich trotzdem: Wie ist es möglich, dass sämtliche Topligen ihre Meisterschaft bereits beendet haben, die Schweiz aber noch munter weiterspielt? Die Schweiz, die ihre Meisterschaft auch viel früher beginnt. Dass der FC Basel seine Spieler nicht einfach vor der letzten Runde schon freistellen kann, leuchtet ein. Nur: Was spricht dagegen, eine oder zwei Runden mehr Anfang des Jahres zu spielen? Die Terminplanung der Schweizer Liga scheint zumindest unglücklich. Die Angst vor dem Schnee etwas gar gross.

Dunkle Wolken am Horizont? Das ist vielleicht etwas übertrieben. Aber die Stimmen, die von Misstönen zwischen dem Verband und der Liga berichten, mehren sich. Und das muss nachdenklich stimmen.