Kommentar

Museum Langmatt: Das Warten hat sich gelohnt

Heute ein Museum: Der Badener Architekt Karl Moser baute die Villa Langmatt 1901 für Sidney und Jenny Brown-Sulzer.

Heute ein Museum: Der Badener Architekt Karl Moser baute die Villa Langmatt 1901 für Sidney und Jenny Brown-Sulzer.

Die Stadt Baden und die Stiftung Langmatt wollen das Museum sanieren. Der Kommentar zu ihrer Strategie.

Die Erleichterung war Kulturvorsteher Erich Obrist förmlich anzusehen. Nach langem Warten hat der Badener Stadtrat zusammen mit der Stiftung Langmatt am Donnerstag den Medien die Zukunftsstrategie für dieses herausragende Badener Museum präsentiert.

Das Haus mit seiner Kunstsammlung ist baulich ebenso sanierungsbedürftig, wie es die Stiftung mit ihren schwindenden Finanzen ist. Nun ist sie da, die Lösung. Dass der Verkauf von Bildern dazugehört, mag aufschrecken und wird noch zu reden geben. Aber das Warten hat sich gelohnt. Die Langmatt ist wieder auf einem guten und hoffnungsvollen Weg.

Ganz offen sagte Museumsdirektor Markus Stegmann, der Bilderverkauf sei etwas vom Schmerzlichsten, was er sich vorstellen könne. Aber es sei die Ultima Ratio. Die Alternative wäre die Insolvenz der Stiftung. Und es ist klar: Das will niemand. Man mag sich gar nicht vorstellen, was es bedeuten würde, wenn die Villa Langmatt mit ihrer prächtigen Parkanlage die Türen für das Publikum schliessen müsste.

Die Bedeutung des Museums Langmatt für die Stadt Baden und den Kanton Aargau wird immer noch unterschätzt. Es ist ein einzigartiges Juwel der Architektur-, der Industrie- und der Kunstgeschichte. Das Haus hat jetzt in Direktion, Stiftungsrat und Behörden die richtigen, umsichtigen Förderer gefunden. Auf dass die «Grand Old Lady» noch lange gesund und munter bleibe!

Schreiben Sie unserem Autor an: andreas.fahrlaender(ad)chmedia.ch

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