Es war bis zuletzt nur ein Gedankenspiel, dass die Roche eventuell an ein chinesisches Unternehmen verkauft werden könnte. Sicher ist nur, dass sich Novartis nach einem potenziellen Käufer für das Roche-Paket umgesehen hat, das sich seit 2001 in ihren Händen befand.

Dies hat jedoch dazu geführt, dass die Behörden in Bern unruhig wurden und sich mit den Verantwortlichen in Verbindung gesetzt haben. Unruhig angesichts der Tragweite eines solchen Verkaufs. Unruhig auch ob der Frage, ob ein solcher Schritt unsere liberalen Positionen, die den Unternehmern eben auch die Freiheit geben, ihr Unternehmen zu verkaufen, infrage gestellt hätte. Auf einmal musste man sich auch in Bern eingestehen, dass es offenbar Grenzen der Freiheit gibt.

Es wird nicht jedes Unternehmen, so international es auch aufgestellt ist, so international auch seine Aktionäre sind, verkauft werden können. Dazu brauchte es wohl den Fall Syngenta oder auch die Rüge an die chinesische HNA-Gruppe, die sich Swissport und SR Technics unter den Nagel gerissen haben. Wo also soll man die Grenzen ziehen? Was ist wirklich für unser Land wichtig, was nicht? Vor einem solchen Entscheid drücken sich die Behörden zu Recht. Denn es hängt wirklich von Fall zu Fall ab. Deshalb kann man auch nicht einfach mit einer simplen Gesetzesvorlage das Problem ein für alle Mal lösen.