Es ist kein einfaches Unterfangen, in einer Region mit einer Klus wie in Baden Lösungen für das Verkehrsproblem im Jahr 2040 allen Gemeinden schmackhaft zu machen. So viel aber vorweg: Wenn in den nächsten Jahren nicht Massnahmen auf allen Ebenen ergriffen werden, so droht dieses Zentrum im Verkehr zu ersticken. Dabei müssen sich alle Gemeinden bewusst sein, dass sie Bestandteil dieser Region sind, die ein funktionierendes Zentrum braucht. Nur wenn Massnahmen aufeinander abgestimmt sind, können sie als Gesamtpaket funktionieren. Dazu braucht es mehr Kooperation.

Es wird niemand ernsthaft glauben, der Verkehr der Zukunft lasse sich ohne bauliche Massnahmen lösen. Unsere Mobilitätsbedürfnisse werden sich bis ins Jahr 2040 kaum so weit verändern, dass sie ohne motorisierten Individualverkehr gestillt werden können. Doch die Entwicklung der letzten 30 Jahre steht als Indiz dafür, dass die Bedeutung des öffentlichen Verkehrs mit intelligenten Lösungen und fortschreitender Digitalisierung zunehmen wird. Daneben werden neue Fortbewegungsmittel wie E-Bikes, Segways, Hoverboards und neue Kreationen immer mehr das Bild des Binnenverkehrs prägen.

Der Prozess der Ostaargauer Strassenentwicklung (Oase) ist zweifellos gut aufgegleist. Doch man vermisst zündende Ideen, konkretisierte Ziele für Massnahmen auf anderen Ebenen. Diese reichen vom regionalen Parkraumkonzept, vom Mobilitätsmanagement, vom modernen Radwegprojekt über neue Mobilitätsformen und -angebote bis zur Limmattalbahn über Baden hinaus.