Ich hatte mich über die Ankündigung von Facebook gefreut. Dank neuer Algorithmen sollen weniger Inhalte von Firmen, dafür mehr von befreundeten Personen in der Timeline auftauchen. Tolle Sache.

Wenn ich jetzt durch die Beiträge wische, dann sehe ich aber vor allem komische Bilder. Und ich meine damit nicht Fotos von Hundewelpen oder vom letzten Urlaub eines Kollegen. Nein, ich meine Buchstabenbilder. Auf denen stehen Sätze wie «Kündigen ihren Job und machen eine Beach-Bar in Hawaii auf: A+S, M+L, C+H». Und tatsächlich markiert dann irgendein Depp Annemarie und Stefi, Michaela und Lucas, Cédric und Hanskuckindieluft. Weitere Buchstabenbilder: «Leute mit diesen Namen sind extrem schlechte Autofahrer», «Diese Freundinnen sollten in diesem Jahr zum Shoppen nach New York», «Schwerverbrecher haben statistisch gesehen am meisten diese Vornamen».

Am meisten ärgern mich die Befehls-Buchstabenbilder. «S muss dir deinen nächsten Urlaub zahlen», «Y bringt dir eine Pizza nach Hause», «K macht einen Handstand für dich». Wer bezahlt jemandem einen Urlaub, nur weil er auf Facebook markiert wurde? Aber vielleicht rege ich mich da zu sehr auf – offenbar haben manche Leute Gefallen daran gefunden. Sonst hätten da nicht 5234 Idioten ihre Freunde markiert.