Wahlen in NRW

Merkels Hattrick

Armin Laschet von der CDU hat Grund zum Jubeln.

Armin Laschet von der CDU hat Grund zum Jubeln.

Martin Schulz, der Kanzlerkandidat der deutschen Sozialdemokraten, mag Fussball-Vergleiche. Nach der verlorenen Landtagswahl im Saarland im März sagte er, es stehe 1:0 für die CDU. Vor einer Woche schenkten ihm die Christdemokraten im hohen Norden Schleswig-Holsteins dann das 2:0 ein. Und am Sonntag in Nordrhein-Westfalen machte die CDU den Hattrick perfekt: sie gewann die Wahl klar vor der SPD. 3:0. Abpfiff. Das Hinspiel, genannt Landtagswahlen 2017, geht klar an die CDU mit Spielführerin Angela Merkel.

Merkel gegen Schulz, um im Bild zu bleiben, ist wie FC Basel gegen Vaduz. Wie Bayern München gegen Darmstadt. Da braucht es schon Aussergewöhnliches, will der Aussenseiter nicht direkt in die zweite Liga (genannt Opposition) absteigen. Oder sich im besten Fall noch als Juniorpartner in eine grosse Koalition retten. Dieses Aussergewöhnliche war der Hype um den Kanzlerkandidaten. Doch dessen SPD hat in NRW, dem Heimatland von Schulz, endgültig das so wichtige Momentum verloren. Der Schulz-Effekt ist Geschichte. In der «Herzkammer der SPD» hat es leise «puff» gemacht.

Ein Sieg im entscheidenden Rückspiel, bei der Bundestagswahl im September, scheint für die SPD nun in weiter Ferne. Mit dem Verlust der Mehrheit in NRW stirbt wohl auch die Hoffnung auf die Kanzlerschaft. Es hat sich ausgeschulzt.

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