Kommentar

Mehr Sachpolitik: Auch wir Stimmbürger sind gefordert

Rolf Cavalli
Die Qual der Wahl. Fast 500 Personen kandidieren im Aargau für den Nationalrat.

Die Qual der Wahl. Fast 500 Personen kandidieren im Aargau für den Nationalrat.

Warum Wahlhilfetools helfen, unsere Vorurteile gegenüber Politikern umd Politikerinnen abzubauen – und zwar sowohl positive wie negative. Ein Kommentar.

Der Wahlkampf im Aargau kommt in die heisse Phase. Bald erhalten die Stimmberechtigten ihre Wahlunterlagen. Hand aufs Herz: Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, wem Sie
Ihre Stimme geben?

Normalerweise schaut man zuerst einmal auf die ideologische Heimat des Kandidaten, also die Parteizugehörigkeit. Dann spielen Überzeugungskraft, Glaubwürdigkeit oder einfach der Sympathiefaktor des einzelnen eine vielleicht ausschlaggebende Rolle.

Etwas vergessen in der Meinungsbildung geht dabei manchmal, wofür die Kandidierenden jenseits von Wahlparolen inhaltlich konkret stehen.

Es ist deshalb hilfreich, als Stimmbürger einmal vorurteilslos die eigenen politischen Positionen mit jenen der Politiker zu vergleichen. Zum Beispiel mit dem Wahlhilfe-Tool Vimentis.ch. Beantworten Sie die dort gestellten Fragen zu 73 konkreten Themen und schauen Sie nach, welche Kandidatinnen und Kandidaten Ihrem Profil am nächsten kommen. Sie werden möglicherweise staunen.

Wir fordern von den Politikern gerne mehr Sachpolitik und weniger Parteiideologie. Das sollte auch für uns Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gelten. Geben wir Kandidaten eine Chance, die wir aufgrund ihrer Partei oder ihrem Auftritt nicht wählen würden. Und schauen umgekehrt bei vermeintlich nahestehenden Politikern genauer hin.

Kategorische Ablehnung ist in der Demokratie genauso wenig hilfreich wie blindes Vertrauen.

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Rolf Cavalli

Rolf Cavalli

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