Ältere Arbeitnehmende

Mehr Flexibiltät im Arbeitsmarkt

"Für Ältere darf es im Arbeitsmarkt keine Benachteiligungen geben", sagte Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann nach der Konferenz zum Thema ältere Arbeitnehmer.

"Für Ältere darf es im Arbeitsmarkt keine Benachteiligungen geben", sagte Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann nach der Konferenz zum Thema ältere Arbeitnehmer.

Wer mit über 50 Jahren seine Arbeit verliert, hat es schwer, eine neue Stelle zu finden. Die Sozialpartner sind sich nicht einig, wie das Problem zu lösen ist.

Über 50-Jährige haben es in der Schweiz nicht einfach in unserer Arbeitswelt. Unter der Leitung des Wirtschaftsministers Johann Schneider-Ammann haben die Sozialpartner zum dritten Mal versucht, Lösungen für dieses Problem zu suchen.

Dabei wurde klar, dass die Meinungen sehr weit auseinandergehen. Die Gewerkschaften fordern einen stärkeren Kündigungsschutz für die älteren Arbeitnehmer, die Arbeitgeber setzen auf Weiterbildung. Geeinigt hat man sich dann auf das Prinzip Hoffnung: Der Inländervorrang, der im Rahmen der Zuwanderungsinitiative beschlossen wurde, sollte auch den Älteren helfen.

Dabei hätte man es in der gerade erst abgeschlossenen Revision der Altersversicherungen in der Hand gehabt, eine viel einfachere Lösung zu finden: Nämlich die gesetzlich festgeschriebene Beiträge für die betroffene Altersgruppe an die Pensionskassen zu senken.

Wer 55 Jahre alt geworden ist, muss 18 Prozent des Lohns dem Vorsorgewerk bezahlen. Die Arbeitgeber bezahlen dabei mindestens die Hälfte.

Zum Vergleich: Bei 25- bis 34-Jährigen sind es nur 7 Prozent. Diese Regelungen wurden einst eingeführt, um den Jungen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Nun werden sie zum Hindernis für die Älteren. Sie gelten nicht nur als weniger flexibel in der Arbeitswelt, sondern auch noch als teuer.

Ausgerechnet die Linken haben solche Vorschläge torpediert. Man muss also nicht den liberalen Arbeitsmarkt infrage stellen. Im Gegenteil: Um den älteren Arbeitnehmern zu helfen, braucht es intelligente Regulierungen und eher noch mehr Flexibiltät.

andreas.schaffner@azmedien.ch

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Andreas Schaffner

Andreas Schaffner

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