Lesen ist bei Jugendlichen wieder im Trend. 68 Prozent der 6- bis 19-Jährigen lesen wieder mehr Bücher, das besagt eine aktuelle Studie eines Marktforschungsinstitutes aus Deutschland. «Harry Potter», die «Twilight»-Saga oder die Bücher der britischen Autorin Jojo Moyes werden insbesondere von Mädchen verschlungen. Die dicken Wälzer lassen die Jugendlichen in eine Welt eintauchen, die zwar fiktiv ist, in der sie sich aber doch wiederfinden.

Zeit, die jungen Leseratten in die harte Realität zurückzuholen! Das werden wohl jene Bezirkslehrer gedacht haben, die ihre Erstklässler nun zwingen, Homers «Odyssee» zu lesen. Ein fantastisches Epos, keine Frage; aber eines, mit dem geschätzte 99 Prozent der 12-Jährigen nichts anfangen können. Statt ihnen den Aufbau einer Geschichte, Motive und Figuren anhand eines guten Romans, der die Schüler anspricht, näherzubringen, beginnen sie mit dem Fernsten. Das können sie wirklich gut, die Lehrer, ihren Schülern zeigen, dass Bildung nichts, aber rein gar nichts mit Spass zu tun haben darf. Bravo!