Polemik

Lass Fuchs und Jäger, blöde Gans!

Füchse lieben Gänse. (Symbolbild)

Füchse lieben Gänse. (Symbolbild)

«Fuchs, du hast die Gans gestohlen, gib sie wieder her, gib sie wieder her ...» Das Lied wird seit 1824 freudig von Kindern gesungen. Doch einen Menschen scheint das Lied gar nicht froh zu machen. Die Geschichte geht wie folgt: Eine Veganerin stört sich, dass das Rathaus Limburg in Hessen das Kinderlied im Programm des Glockenspiels hat. Dabei ist für die Dame nicht der Fuchs der Böse, sondern der Jäger, der in der nächsten Zeile mit dem Schiessgewehr ankommen könnte. Es wird ja nur angedroht. Ernst oder nicht ernst, der Bürgermeister zeigt Herz und streicht das Lied aus dem Programm. Nun werden die Stadt Limburg, der Bürgermeister und die Veganerin von einem Shitstorm überschüttet.

Und ausserhalb Limburgs fragt man sich: Wie kann man sich über einen Liedtext aufregen, wenn dieser nicht einmal zu hören ist? Wie kann ein Mensch so viel Energie dafür aufwenden? Was läuft in ihrem Leben falsch, dass sie angibt, «sich mit dem Lied nicht wohlzufühlen»? Eines kann uns in der Schweiz beruhigt stimmen: Nicht nur Gipf-Oberfrick im Aargau, auch Limburg in Hessen hat eine Nancy Holten.

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