Manchmal sagen Zahlen wirklich mehr als tausend Worte. 100›000 Franken Belohnung, 250 Hinweise, 110 Einvernahmen, 40 Ermittler, 6 ausgewertete Dashcams, 0 Verhaftungen, 0 Motive, 0 DNA-Treffer.

Was Staatsanwaltschaft und Polizei im Fall Rupperswil präsentierten, war Ausdruck ihrer Bemühungen, alles in ihrer Macht zu tun, um die Mörder von Carla, Davin und Dion Schauer sowie dessen Freundin Simona zu fassen. Gleichzeitig war der Auftritt der Ermittler ein grosser Hilferuf. Nach wenigen Minuten der Pressekonferenz war nämlich klar: Die Ermittler hatten wenig Neues zu bieten. Vielmehr hoffen sie nun, neue Informationen aus der Bevölkerung zu bekommen.

Auch dank der Belohnung von 100›000 Franken, soviel wie noch nie in der Schweizer Kriminalgeschichte ausgesetzt worden sind. Der Betrag entspreche der Bedeutung des Verbrechens, sagte Oberstaatsanwalt Philipp Umbricht. Natürlich, kein Geld der Welt kann das Leid der Hinterbliebenen aufwiegen. Umgekehrt darf keine Summe zu hoch sein, wenn sie zum entscheidenden Hinweis verhilft.

Bekanntlich gibt es die perfekten, für immer ungelösten Verbrechen. Die Bluttat von Rupperswil darf nicht dazugehören. Nicht nur wir Aussenstehenden bemühen die Durchhalteparole. Vom Polizisten bis zum Justizdirektor sind alle vom Willen beseelt: Die Bluttat von Rupperswil muss um jeden Preis aufgeklärt werden. Sie ist zu monströs, um ungesühnt zu bleiben.

Alle Fakten und Stimmen zur Pressekonferenz

Realisation: Elia Diehl

Cards: Vierfachmord Rupperswil – Fakten und Thesen