Kommentar

Kita-Reglement zurückgewiesen: Eltern haben das Nachsehen

Der Aarauer Stadtrat weist das Kita-Reglement zurück. (Symbolbild/Archiv)

Der Aarauer Stadtrat weist das Kita-Reglement zurück. (Symbolbild/Archiv)

Das links-grüne Lager sorgte am Montagabend im Aarauer Parlament für einen kleinen Eklat. Die SP desavouierte ihre Stadträtin Franziska Graf. Und die grün-linken Einwohnerräte leisteten ihrer potenziellen Klientel – den Eltern, die ihre Kinder in Kitas schicken – einen Bärendienst. Denn die sehnen sich nach stabilen Verhältnissen bei der Kinderbetreuung.

Sie wissen zwar, dass sie mit der Übergangsregelung grundsätzlich nicht schlechter fahren. Aber sie sind seit Wochen mit immer neuen administrativen Änderungen seitens der Kita-Betreiber konfrontiert. Müssen plötzlich Geld vorschiessen und dann mühsam einfordern. Oder sogar Tarifanpassungen hinnehmen. Preiserhöhungen, die schwer nachvollziehbar sind – und mit dem Erlass des Kinderbetreuungsreglements eigentlich gar nichts zu tun haben.

Die Eltern wären darauf angewiesen, dass sich die Situation beruhigt. Daraus wird nun vorerst wohl nichts. Bis ein rechtsgültiges Reglement vorliegen wird, dürfte es Sommer werden. Die politisch wirklich heissen Fragen sind gestern noch nicht einmal andiskutiert worden. Etwa, ob der Gesamtaufwand für die Kinderbetreuung plafoniert werden soll (will die FDP). Die Themen sind so brisant, dass es eine Volksabstimmung geben könnte (Referendum).

urs.helbling@chmedia.ch

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