Spardruck

Kein Durchkommen im Wahljahr

«Sechs Millionen Franken pro Jahr hätte der Kanton mit der Konzentration von Berufsschulen auf wenige Standorte sparen können. Sie hatte keine Chance, wurde in der Vernehmlassung zerzaust.»

«Sechs Millionen Franken pro Jahr hätte der Kanton mit der Konzentration von Berufsschulen auf wenige Standorte sparen können. Sie hatte keine Chance, wurde in der Vernehmlassung zerzaust.»

Langsam wird die Sache grotesk. Es ist unbestritten, dass der Kanton sparen muss. Es ist unbestritten, dass sich bei den Berufsschulen viel Geld sparen lässt, wenn man sie auf weniger Standorte als heute konzentriert. Es ist unbestritten, dass solche zentralen Kompetenzzentren den Lernenden viele Vorteile bringen. Trotzdem scheint es, als liesse sich im Aargau eine solche Konzentration nicht durchführen.

Sechs Millionen Franken pro Jahr hätte der Kanton mit der konsequentesten Variante sparen können. Sie hatte keine Chance, wurde in der Vernehmlassung zerzaust.

Der zweite Versuch kam besser an: Regionale Befindlichkeiten wurden berücksichtigt, es gab jetzt nur noch drei Teilschliessungen. Allerdings sanken die möglichen Einsparungen auf nur noch zwei Millionen.

Doch dann tagte die Bildungskommission und sie verlangt nun, wohl unter leichtem Druck regionaler Einflüsterer, dass das KV in Brugg doch nicht geschlossen wird. Und jetzt kommt Zofingen und sagt, verständlicherweise: Wenn die in Brugg ihr KV behalten dürfen, dann wollen wir das auch. Und sie verweigern ab sofort die weitere Zusammenarbeit mit dem Kanton.

Damit bleibt als Überbleibsel von vielen hundert Seiten Papier und jahrelangen Abklärungen letztlich nur die Schliessung der gewerblichen Berufsschule in Wohlen. Aber auch da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Schliesslich befinden wir uns in einem Wahljahr, kein Grossrat will die Wählerschaft in seiner Region verärgern. So darf man damit rechnen, dass sich so schnell nichts ändern wird.

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