Gemäss Paragraf 103 im Gemeindegesetz kann der Regierungsrat lokale Behördenmitglieder bei Strafuntersuchungen wegen eines schweren Vergehens oder Verbrechens im Amt einstellen. Das hat der Regierungsrat im vergangenen November getan, Walter Dubler ist von seinem Amt suspendiert. Aber die Gemeinde Wohlen zahlt ihm nach wie vor ein stattliches Gehalt von rund 189 000 Franken pro Jahr. Die Arbeit haben die sechs im Amt verbliebenen Gemeinderäte vorderhand unter sich aufgeteilt. Für deutlich weniger Geld.

Der Regierungsrat hat gemäss dem gleichen Paragrafen auch die Möglichkeit, lokale Behördenmitglieder bei schweren Pflichtversäumnissen zu entlassen. Dazu braucht es kein rechtskräftiges Urteil eines Strafgerichts. Dazu braucht es lediglich Fakten, aus denen der Regierungsrat schliessen kann, dass solche schweren Pflichtversäumnisse vorliegen.

Die Regierung hat gegen Walter Dubler eine Administrativuntersuchung eröffnet. Offiziell liegt noch kein abschliessender Bericht vor, Details daraus sind aber im Laufe des bisherigen Verfahrens bekannt geworden. Offenbar liegen genügend Fakten für eine Amtsenthebung vor. Der Regierungsrat muss handeln, und damit die unsägliche Situation in Wohlen bereinigen.

Sie darf ja noch etwas zuwarten, die Regierung – bis nach den Regierungsratswahlen im Oktober …  Aber sicher nicht, bis im Fall des Wohler Gemeindeammanns Walter Dubler allenfalls dereinst ein rechtskräftiges (Bundesgerichts-)Urteil vorliegt.