Bad Schinznach

Im Nacktbereich gilt die Nulltoleranz

Frauen sollen sich über das Verhalten der Männer in der Sauna beschwert haben. (Symbolbild)

Frauen sollen sich über das Verhalten der Männer in der Sauna beschwert haben. (Symbolbild)

Zwei jungen Frauen wird im Bad Schinznach wegen der Männer vom Saunabesuch abgeraten. Der Kommentar.

Der Besuch einer Sauna dient der Körperreinigung, stärkt das Immunsystem und verbessert das Wohlbefinden. Anders als in Skandinavien, wo fast jedes Haus über einen eigenen Saunabereich verfügt, muss man für den Saunagang in der Schweiz in der Regel einen längeren Weg und somit etwas mehr Zeit einplanen. Es ist wie bei den Ferien: Bereits mit der Vorbereitung steigt die Vorfreude auf das – hoffentlich – schöne Erlebnis. Wenn der Service stimmt, gönnt man sich diese Ausgabe gerne.

Es lässt aber aufhorchen, wenn Neukundinnen bereits beim Empfang vom Saunagang abgeraten wird, weil sich offenbar immer wieder Frauen über das Verhalten der Männer im Nacktbereich beschwerten. Dass man die Einführung von Frauentagen diskutiert hat, ist ein Anzeichen, dass sich die Frauen offenbar wiederholt unwohl fühlten im gemischten Saunabereich.

Diese Rückmeldungen von Gästen gilt es ernst zu nehmen. Das bedeutet nun nicht, dass man sofort die Geschlechter fürs Saunieren trennen oder die Wechselzone umbauen muss. Das Bad Schinznach hat den Pluspunkt, dass es sowohl junge und ältere Besucher anspricht. Kurz: Möglichst viele Gäste aus nah und fern sollen von diesem Ort mit den Thermalbädern profitieren.

Dabei darf nicht zugelassen werden, dass einige wenige Gäste, die sich nicht an die Hausordnung halten, den anderen den Saunabesuch verderben. Im Nacktbereich gilt die Nulltoleranz. Wer das Schwitzen in der Sauna nicht als Gesundheitsritual versteht, sondern andere Absichten verfolgt, hat in Bad Schinznach nichts verloren.

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