Datenspur

«Ich habe ja nichts zu verbergen»

Nicht nur im Internet hinterlässt man Datenspuren. (Symbolbild)

Nicht nur im Internet hinterlässt man Datenspuren. (Symbolbild)

Wer seine digitalen Spuren hinterlässt, profitiert davon. Aber dies birgt auch Gefahren. Der Kommentar.

Tagtäglich entschwinden sie in die weite Welt, die persönlichen Daten. Egal, ob wir beim Einkaufen eine Treue-Karte vorweisen, im Internet nach einem Begriff suchen oder Dokumente auf einen Online-Speicher laden. Es wird immer schwieriger, die Kontrolle über unsere Daten zu halten: Weil wir immer mehr elektronische Geräte besitzen und Firmen an unseren digitalen Spuren interessiert sind.

Das hat positive Seiten: Machen wir unseren Einkauf transparent, erhalten wir individuelle Rabattaktionen. Suchen wir bei einem Online-Versandhändler nach einem Buch, werden uns weitere Bücher vorgeschlagen, die uns interessieren könnten. Stellen wir unsere Nutzerdaten zur Verfügung, können wir soziale Netzwerke und Suchmaschinen gratis nutzen. Schliesslich treiben persönliche Daten die Innovation voran.

Doch das Sammeln birgt Gefahren: Wie unsere digitalen Spuren genutzt, ob und an wen Daten verkauft werden oder wie viel Geld sich damit verdienen lässt, bleibt oft verborgen. Das Risiko von Datenklau durch Hacker steigt mit zunehmender Digitalisierung. Ebenso laufen wir Gefahr, dass uns Firmen mehr und mehr manipulieren: Was heute bereits anhand personalisierter Werbung für jeden ersichtlich ist, könnte auch in anderen Bereichen funktionieren und ausgenutzt werden.

Der Datenschutz wird je länger, je wichtiger. «Ich habe ja eh nichts zu verbergen», sagen viele. Wir sollten aufhören damit und stattdessen weniger fahrlässig mit unseren Daten umgehen.

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