Team Sauber

Hoffentlich dieses Mal für immer

«Die Teamführung hat es geschafft, eine Schweizer Lösung für das finanziell arg angeschlagene Unternehmen zu präsentieren. Das verspricht Seriosität.»

«Die Teamführung hat es geschafft, eine Schweizer Lösung für das finanziell arg angeschlagene Unternehmen zu präsentieren. Das verspricht Seriosität.»

Es ist schwierig, im Motorsport Geldgeber zu finden. Es ist noch viel schwieriger, als Schweizer Team eine Schweizer Firma zu finden, die bereit ist, in das – entschuldigen Sie die Ausdrucksweise – schweineteure Geschäft Formel 1 einzusteigen. Die Königsklasse des Automobilsports ist längst zu einem geldverschlingenden Koloss geworden.

Darum muss und darf man dem Team Sauber zuallererst gratulieren. Die Teamführung hat es geschafft, eine Schweizer Lösung für das finanziell arg angeschlagene Unternehmen zu präsentieren. Das verspricht Seriosität.

Anders als etwa dubiose Investoren aus Russland oder vermögende Scheichs. Die Investment-Gesellschaft, die Sauber übernimmt, hat ihren Sitz seit 20 Jahren in der Schweiz. Und vermögende Grossfamilien aus Europa im Rücken.

Die Übernahme sichert den Standort Hinwil und damit 300 Arbeitsplätze. Das ist hoch erfreulich. Zudem wird das Lebenswerk von Peter Sauber, der seine Anteile wie Teamchefin Monisha Kaltenborn verkauft hat, fortgeführt. Das hat sich der emsige Geschäftsmann Sauber mit seinem Engagement über viele Jahre und mit viel Herzblut verdient.

Kurzzeitig darf also gefeiert werden. Bleibt zu hoffen, dass die neuen Besitzer den Einstieg in dieses Milliarden-Geschäft nicht unterschätzt haben.

Peter Sauber musste sein Team schon einmal zurückkaufen. Eine Wiederholung der Geschichte wäre dann wohl das Ende. Doch vorerst glauben wir, dass es die neuen Chefs ernst meinen.

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