Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit dem Auto in die Ferien und werden auf der Suche nach dem Hotel in einem Fahrverbot geblitzt. Ein Frust! So ergeht es Gästen von Badener Hotels im Thermalbadviertel regelmässig.

Das seit 2006 geltende Fahrverbot für Autos auf der Schiefen Brücke ist grundsätzlich sinnvoll, denn die Lärmbelastung im Thermenviertel konnte dadurch stark verringert werden. Gleichzeitig wäre es aber für Anwohner und Kurgäste zu verkraften, wenn pro Tag einige Autos über die Brücke fahren würden.

Die Forderung von Hoteldirektoren aus dem Bäderviertel, ihren Gästen sollten Fahrten über die Brücke erlaubt sein, ist nachvollziehbar. Zumindest für die An- und Abreise müssten Sonderbewilligungen ausgestellt werden können. Denn eine mühselige Anreise kann den Ausschlag dafür geben, nicht ein zweites Mal in Baden ein Zimmer zu buchen. In vielen Städten Italiens beispielsweise, in denen die Zentren verkehrsbeschränkt sind, haben Touristen die Möglichkeit, für die Hin- und Wegfahrt vom Hotel eine Durchfahrtsgenehmigung zu erhalten.

Es wäre wünschenswert, wenn die Entscheidungsträger der Stadt Baden, die vermehrt wieder Tourismus- und Kongressdestination sein will, ihren Entscheid zur ausnahmslosen Sperrung der Brücke für Autos überdenken würde – zugunsten zufriedener Gäste.