Polemik

Hellebarden für Verlierer

«Mir sind Eidgenosse» – zum Siegen reichte das jedoch nicht.

«Mir sind Eidgenosse» – zum Siegen reichte das jedoch nicht.

Über wahre Eidgenossen, Fussballer, Eishockeyaner und die Sache mit dem Siegen und Verlieren.

Wie prallte doch nach ein paar pitoyablen Auftritten die Kritik auf unsere Multi-Kulti Fussball-Nationalmannschaft nieder. Unfähig, sei sie. Überbezahlt und unschweizerisch. Zu viel Balkan, zu wenig Mittelland.

Implizit als Gegenstück dazu pries der zuständige Verband vor der Weltmeisterschaft in Russland die Eishockey-Nationalmannschaft an. Wo Schweiz draufsteht, ist auch Schweiz drin, so die kaum verklausulierte Message. Mit Patrick Fischer und seinen Assistenten Fige Hollenstein und Reto von Arx drei wahre Eidgenossen an der Bande. Schweizerdeutsch als Umgangssprache in der Kabine (und was ist mit den Romands?). Die Spieler zeigten sich in Hellebarden-T-Shirts mit der Aufschrift 1291, als kämen sie direkt vom Rütlischwur.

Was folgte, ist bekannt: Pleiten gegen die Nobodies Kasachstan und Norwegen, Zittersiege gegen Dänemark und Lettland. Aus nach der Gruppenphase. Da steigt doch die Vorfreude auf die Fussball-EM, wo Xhaka, Shaqiri, Behrami und Co. zuerst die Albaner und dann die Rumänen besiegen werden. Und das ohne Hellebarden.

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