Kommentar

Grossratssitzung erstmals per Livestream: Aus der Not eine Tugend machen

Bei der Inpflichtnahme der neu gewählten Grossrätinnen und Grossräte sollen auch die Angehörigen dabei sein dürfen – zumindest virtuell. Bild aus der Umweltarena Spreitenbach.

Bei der Inpflichtnahme der neu gewählten Grossrätinnen und Grossräte sollen auch die Angehörigen dabei sein dürfen – zumindest virtuell. Bild aus der Umweltarena Spreitenbach.

Damit Angehörige von neu gewählten Grossrätinnen und Grossräten bei der Inpflichtnahme immmerhin virtuell dabei sein können, wird die Sitzung erstmals per Livestream übertragen. Wäre das nicht der ideale Zeitpunkt, um über eine regelmässige Übertragung zu sprechen? Der Kommentar.

Unter normalen Umständen könnten zahlreiche Besucherinnen und Besucher von der grosszügigen Tribüne des Grossratssaals in Aarau aus einer Ratssitzung verfolgen. Das Interesse ist sehr unterschiedlich. Oft dominieren Schulklassen – für gelebten Staatskundeunterricht.

Das geht jetzt wegen Corona alles nicht, auch nicht in der Umwelt Arena Spreitenbach. Nun macht der Rat aus der Not eine Tugend und überträgt die Debatte erstmals live. Wäre das nicht der ideale Zeitpunkt, um über eine regelmässige Übertragung zu sprechen?

Einen Ansturm auf die Übertragung gäbe es kaum. Aber was spricht abgesehen von den Kosten eigentlich gegen diesen Service? Haben die Politiker vielleicht Angst vor sich selbst, zu viele könnten ihn für ungebändigte Redelust missbrauchen? Das ist doch unbegründet. Und sollte es mal geschehen, können das mündige Bürgerinnen und Bürger schon einordnen. Fassen Sie sich ein Herz, ermöglichen Sie Ihren Wählerinnen und Wählern, zu verfolgen, wie Sie Ihre Wahlversprechen umsetzen.

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