Im Bahnland Schweiz werden schon bald täglich Busse die grossen Schweizer Städte miteinander verbinden. Für viele ist dieser Gedanke gewöhnungsbedürftig, auch unter Politikern hat das Thema für Aufregung gesorgt.

Die Anbieter lassen sich davon freilich nicht aufhalten. Dies zeigt sich etwa daran, dass sich das Aargauer Unternehmen Eurobus an der Zürcher Domo Swiss Express beteiligt. Erhält Eurobus eine Konzession, wie es im Fall von Domo schon geschehen ist, entsteht ein ernstzunehmender Anbieter mit zehn Fernbuslinien.

Während der Bund erste Konzessionen erteilt und damit Fakten schafft, hinkt das Parlament hinterher. Diese Woche hat die zuständige Kommission des Ständerats eine Gesetzesbestimmung gefordert, die den Regionalverkehr vor der Rosinenpickerei durch private Fernbusfirmen schützen soll.

Tatsächlich ist es fragwürdig, wenn Fernbusanbieter den stark subventionierten öffentlichen Verkehr konkurrenzieren. Dennoch sollten die Fernbusse nicht von Beginn an verteufelt werden. Sie können in gewissen Fällen eine sinnvolle Ergänzung sein. Etwa auf Strecken, wo es keine direkten Verbindungen gibt sowie in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden an den Flughafen, wenn noch keine Züge fahren.

Das forsche Voranschreiten des Bundes in der Sache mag irritieren. Immerhin hat er im Fall von Domo aber die Konzession auf drei Jahre begrenzt, um die gesammelten Erfahrungen auszuwerten. Das ist der richtige Weg.