Ferien. Endlich sind sie vorbei. Ich kann verstehen, wenn Sie die Augenbrauen hochziehen, meine Zurechnungsfähigkeit anzweifeln oder denken, ich hätte mich vertippt. Nein, ich habe mich weder vertippt, noch habe ich sogenannt bewusstseinserweiternde Substanzen intus. Ich bin einfach nur froh, dass die Sportferien vorüber sind, die Kinder wieder zur Schule gehen. Zwei Wochen Sportferien sind eine Zumutung für Eltern, die keine Ferienwohnung in den Bergen geerbt haben, kein Banker-Bonus-Gehalt haben, das Jahres-Ferienbudget nicht schon im Februar verpulvern wollen. Und wenn diese Eltern auch noch eine Guggenmusik-Allergie haben, verkommen die zwei Wochen Sportferien zu einer Herausforderung der speziellen Art: Wie vermeide ich die Ferien-Depression?

Schnee gibts keinen. Zumindest nicht im Umkreis von 100 Kilometern. Dafür viel Regen und noch mehr Grau. Indoor-Spielplatz, Hallenbad, Zoo- und Museumsbesuche – irgendwann hat man alles gesehen. Vor allem gehen die Ideen aus, steigt die Ungeduld bei den Kindern und sinkt der Stimmungspegel in der Familie. Deshalb, liebe Schulbehörden, streichen Sie mindestens eine der beiden Sportferienwochen. Zugunsten einer sechsten Woche im Sommer oder einer dritten im Herbst oder Frühling. Ich würde es Ihnen danken.