Kommentar

Endlich ist der Bann gebrochen

Diese Visionalisierung zeigt die geplante neue Eishalle mit Dach und eingeschossigen Bauten.

Diese Visionalisierung zeigt die geplante neue Eishalle mit Dach und eingeschossigen Bauten.

Das überwältigende Ja zur Sanierung der Badi, zum Neubau einer überdachten Eisbahn und damit auch zum neuen Sportpark Bünzmatt mit verschiedenen weiteren Freizeitanlagen darf als Zeichen einer Wende in Wohlen gewertet werden.

Jahre- wenn nicht jahrzehntelang ist die einst als Freiämter Metropole gelobte, viertgrösste Aargauer Gemeinde nicht gross vom Fleck gekommen. Ja, sicher, man hat – unter anderem – die Sportanlage Niedermatten und das Strohmuseum in der ehemaligen Villa Isler im schönen Park realisiert. Aber an die richtungsweisenden Projekte, an die grossen Würfe hat man sich nicht herangewagt oder ist damit bereits im Anfangsstadium gescheitert.

Auch das Unternehmen Badi/Eisbahn war nicht einfach. Geredet davon und hin und wieder geplant worden ist seit über 25 Jahren. Warum hat es jetzt geklappt, obwohl die ursprünglich vom Einwohnerrat gesetzte Finanzmarke von 20 Mio. Franken deutlich überschritten worden ist?

Es scheint tatsächlich so, dass der Bann endlich gebrochen ist, der Wohlen gelähmt hat. Das Vertrauen der Bevölkerung in den Gemeinderat ist deutlich stärker geworden, weil dieser heute anders agiert, als er zwei Jahrzehnte lang agiert hat. Kritiker werden nicht mehr per se als Feinde betrachtet und nach Möglichkeit kaltgestellt. Kritiker werden ernst genommen. Man holt sie ins Boot, diskutiert mit ihnen und versucht, gemeinsamen einen gangbaren Kompromiss zu finden.

Bei Badi und Eisbahn hat diese neue Philosophie zum Erfolg geführt. Bei anderen Grossprojekten muss sie sich jedoch noch bewähren. Die Schulraumplanung ist der nächste Prüfstein. Hoffen wir, dass der neue Schwung auch diesem Projekt zum Erfolg verhilft.

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