Kommentar

Eltern, meldet euch!

Aargauer Eltern erhalten neu Subventionen für die familienergänzende Betreuung der Kinder. Der Kommentar von Jörg Meier.

Die allermeisten Aargauer Gemeinden haben ihre Hausaufgaben gemacht. Sie sind bereit für die Umsetzung des Kinderbetreuungsgesetzes, das zum Ende der Sommerferien in Kraft tritt. Das Gesetz verpflichtet die Gemeinden, dass sie Erziehungsberechtigte finanziell unterstützen, wenn diese ihre Kinder in einer familienergänzenden Institution betreuen lassen möchten.

Bei der Umsetzung dieses Auftrages liess der Gesetzgeber den Gemeinden indes viel Spielraum. Das ist auch richtig so. Die Verhältnisse und Bedürfnisse in den verschiedenen Gemeinden sind oft sehr unterschiedlich.

Dass viele Eltern ab sofort von ihren Wohngemeinden besser unterstützt werden, ist doch eine gute Nachricht. Trotzdem halten sich viele Gemeinden vornehm zurück und informieren nur sehr karg über die neuen Möglichkeiten für Eltern und andere Erziehungsberechtigte.

Fast möchte man meinen, sie seien vorläufig gar nicht so sehr daran interessiert, dass die Unterstützung beantragt wird. Was auf den ersten Blick ein bisschen verständlich wäre. Denn die Subventionen für die familienergänzende Betreuung belasten die Gemeindebudgets. Defensiv zu informieren ist das gute Recht der Gemeinden; bei den Subventionen handelt es sich eindeutig um eine Hol-Schuld.

Deshalb, liebe Eltern, werdet jetzt aktiv. Kontaktiert eure Wohngemeinde, fragt nach den Reglementen und stellt Anträge auf Unterstützung. Denn die hat grundsätzlich jedes Kind zugute. Und nur wer sich meldet, wird unterstützt.

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