Aargauer Immobilienmarkt

Eigene vier Wände: Aus der Traum?

Einfamilienhaus oder Mietwohnung? Die Preise entwickeln sich unterschiedlich.

Die Preise für Einfamilienhäuser steigen, die Mietpreisentwicklung tendiert ganz leicht nach unten. Der Kommentar.

Die Schweiz ist ein Land der Mieter. Rund 80 Prozent der Menschen träumen allerdings von den eigenen vier Wänden. Diesen Traum zu realisieren, wird indes gerade im Aargau schwieriger. Denn tiefe Zinsen, der Zuwanderungsdruck aus dem Grossraum Zürich und das immer knappere Bauland lassen die Preise weiter steigen.

Das ist einerseits eine gute Nachricht für Eigentümer. Denn ein Preiseinbruch, den frühere Studien in Hotspot-Regionen auch schon erwartet haben, ist im Aargau nicht in Sicht. Anderseits ist es eine schlechte Nachricht für diejenigen, die Wohneigentum suchen. Ihnen bleibt nur, noch länger darauf hin zu sparen, wenn sie zentral wohnen wollen. Oder sie müssen mit einem Objekt in peripherer Lage vorliebnehmen. So handhaben es viele Familien. Da besteht aber das Risiko, beim Wiederverkauf viel Geduld aufbringen zu müssen.

Gerade weil die Eigentumspreise nochmals steigen – auch wenn sie im Vergleich zum Grossraum Zürich immer noch moderat sind –, müssen die Banken scharf darauf achten, ob sich jemand ein Haus auch noch leisten kann, wenn die Zinsen irgendwann wieder auf 4 oder 5 Prozent steigen. Sonst dürfen sie keine Hypothek vergeben.

Wem das Geld für einen Kauf nicht reicht, der hat einen Trost. Bei der Wohnungssuche hat er oder sie dank aktuellem Überangebot im Aargau eine grosse Auswahl. Und mehr Flexibilität beim Wohnortswechsel. Und alle haben die Gewissheit, dass Zuzüger aus Solothurn kommen, weil sie das moderate Aargauer Steuerklima schätzen.

Meistgesehen

Artboard 1