Badi- und Eisbahnsaison überschneiden sich nicht. Da bietet es sich an, nicht nur wie bisher das Personal, sondern auch andere Bereiche wie Umkleidekabinen, Restaurant und Kasse zusammenzulegen und gemeinsam zu betreiben.

Das ist keine neue Überlegung. Neu sind dagegen die Ausführungen der Planer rund um den Gemeinderat. Sie nutzen den schönen, baumbestandenen Raum der Badi, um einen öffentlichen Park zu kreieren, der ganzjährig offen ist und über ein Restaurant verfügt. Inmitten von Tennisplätzen und nahe dem Stadion Niedermatten ist dieser Naherholungsraum attraktiv eingebettet.

Die Finanzierung eines solchen Grossprojekts ist in Wohlen hingegen ein schwieriges Thema. Selbst wenn man bedenkt, dass der gesamte Sportpark samt Eishalle die Gemeinde am Ende «nur» 13 Millionen Franken kosten würde. 0,9 Steuerprozent müssten die Wohler für ihre Eishalle berappen, etwa
1,5 Steuerprozent betrüge die Investition ins Schwimmbad samt Park. Ob dafür die Steuern erhöht werden sollten, könne erst später geklärt werden, heisst es seitens des Gemeinderats.

2008 wurde die Volksinitiative «Jetz esch d Badi dra» lanciert. Acht Jahre später bietet der Gemeinderat ein durchdachtes Ganzjahresprojekt als Lösung an. Wird es abgelehnt, stehen alle wieder bei null, und der Eissport in Wohlen wäre wohl gestorben. Nun müssen Einwohnerrat und danach alle Wohlerinnen und Wohler zeigen, wie viel ihnen ihre Badi und der Eissport wert sind.

 andrea.weibel@azmedien.ch