Apropos

Die Spieler sind das Schiri-Problem

François Schmid-Bechtel
Rudelbildung um Schiedsrichter Alain Bieri. Zuerst geigen ihm die Sittener Spieler die Meinung, dann folgt Christian Constantins Auftritt.

Rudelbildung um Schiedsrichter Alain Bieri. Zuerst geigen ihm die Sittener Spieler die Meinung, dann folgt Christian Constantins Auftritt.

Alain Bieri ist ein Schweizer Fussball- Schiedsrichter. Nicht irgendeiner, sondern als Fifa-Schiedsrichter einer der höchstdekorierten des Landes. Klar, man kann einwenden, dass man hierzulande schnell mal zu den besten gehört – die internationalen Stars wie Urs Meier oder Massimo Busacca sind längst zurückgetreten. Aber vielleicht hat jeder Fussball die Schiedsrichter, die er verdient.

Bieri wird morgen 40. Er hat schon unbeschwertere Geburtstage gefeiert. Vor gut drei Wochen erfand er im Spiel Basel gegen Sion einen Penalty für das Heimteam, der die Partie (1:0) entschied. Daraufhin gingen bei ihm Morddrohungen ein – ein absolutes No-Go. Und am vergangenen Sonntag verwehrte er dem FC Zürich in Thun erst einen glasklaren Penalty, ehe er in der Nachspielzeit doch noch einen Strafstoss (Kompensation?) für die Zürcher pfiff.

Ein Super-League-Trainer verblüffte jüngst im persönlichen Gespräch. «Wissen Sie, was das Problem der Schweizer Schiedsrichter ist? Das bescheidene Niveau in der Super League. Wegen der vielen technischen Fehler ist das Spiel unberechenbar. Es geht hin und her. Und der Schiedsrichter muss sich viel häufiger auf eine neue Situation einstellen als in einer besseren Liga. Doch die Aufnahmefähigkeit ist begrenzt und deshalb mehren sich die Schiedsrichter-Fehler nach einer Stunde.»

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