Nach dem Zmittag im Newsroom warteten alle darauf, dass die Kollegin endlich die grüne Torte anschneidet, die sie mitgebracht hatte. Alle wussten genau, was sich unter dem Marzipandeckel offenbaren würde: luftiges Biskuit und eine cremige Vanillefüllung. Eine klassische Schwedentorte halt. Die Erwartungen wurden bestätigt. Doch was steht da auf der Etikette? «Sardegnatorte». Wie bitte? Wieso wurde dem Norden dieser Tortengenuss aberkannt?

Offenbar gibt es auf Sardinien und in Schweden sehr ähnliche grüne Torten. Wie die Coopzeitung auf Facebook erklärt, wurde in den 80er-Jahren ein Einkäufer des damaligen Konsumvereins nach Sardinien geschickt und kam mit einer grünen Torte zurück, die auf Sardinien gern an Hochzeiten serviert wird. Deshalb heisse sie bei Coop seither Sardegnatorte.

Die Schwedentorte heisst nur bei uns so, in Schweden heisst sie Prinsesstårta, weil sie nach dem Urrezept von 1948 den schwedischen Prinzessinnen Margaretha, Märtha und Astrid besonders gemundet haben soll.