Immobilienmarkt

Die sanfte Zähmung des Beton-Booms

Der Immobilienmarkt hat sich stabilisiert.

Der Immobilienmarkt hat sich stabilisiert.

Die Preise am Immobilienmarkt haben sich stabilisiert oder tendieren gar leicht nach unten. Dies zeigt die Studie der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich in Zusammenarbeit mit homegate.ch. Es ist nicht die erste Untersuchung, die nahelegt, dass der Markt für Wohneigentum zur sanften Landung angesetzt hat. Aber es ist das erste Mal, dass eine «Big Data»-Studie im grossen Stil die Online-Inserate untersucht und dieses Bild bestätigt: Es braucht unterdessen mehr Zeit, um für Eigentumswohnungen Käufer zu finden. Dies, obwohl im Vergleich zum Vorjahr die Zahl an angebotenen Objekten im Netz zurückging. Beides zusammengenommen zeigt, dass die Nachfrage mehr nachliess als das Angebot.

Das für sich genommen würde vor potenziell starken Preiskorrekturen nicht schützen. Es ist vielmehr die Neubautätigkeit, die offenbar erfreulich sensibel auf die sich abkühlende Nachfrage reagiert hat. Sie dürfte angesichts der Prognose sinkender Preise weiter gedrosselt werden und damit verhindern, dass diese einbrechen.

Geht diese Rechnung auf, dann ist dies das Verdienst eines klug ineinandergreifenden Mix von Massnahmen, die Nationalbank, Finanzmarktaufsicht, aber auch die Banken selbst getroffen haben, um den seit einem Jahrzehnt währenden Boom abzukühlen. Denn das wichtigste Mittel dazu war «unterwegs» abhandengekommen: Die Erhöhung der Zinsen. Daran war und ist nicht zu denken, gilt des doch, den Franken als Anlagewährung mit tiefen Zinsen so unattraktiv wie möglich zu machen, damit er nicht noch mehr aufwertet.

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