Detailhandel

Die Konsumenten können sich freuen: Bundesrat sagt Hochpreisinsel den Kampf an

Wer in der Schweiz einkauft, zahlt für viele Artikel mehr als im grenznahen Ausland.

Wer in der Schweiz einkauft, zahlt für viele Artikel mehr als im grenznahen Ausland.

Endlich kümmert sich der Bundesrat um das Problem mit den hohen Preisen. Was Bundesrat Johann Schneider-Ammann in dieser Zeitung ankündigt, macht deshalb Sinn. Statt den Einkaufstourismus zu unterbinden, muss man an den Preisen drehen.

Bisherige politische Vorstösse haben nichts gebracht oder sind im Sand verlaufen. Das Cassis-de-Dijon-Prinzip, das die damalige Nationalrätin Doris Leuthard ins Spiel gebracht hatte, hat ausser bei einem Sirup kaum viel gebracht. Erst recht nicht die Preise in der Schweiz im grossen Stil gesenkt.

Auch das Kartellrecht wurde nicht verschärft. Zu stark ist die politische Opposition, die auch etwa in der Landwirtschaft den Zollschutz aufrechterhalten möchte. Und so haben Importeure nach wie vor freie Hand, die in der Schweiz einen «Zuschlag» verlangen, sprich die Kaufkraft abschöpfen.

Wir bezahlen hohe Preise, haben dafür hohe Löhne. Das ist ein Argument, das immer wieder hervorgezogen wird. Auf den ersten Blick mag das stimmen. Doch von den hohen Löhnen, um die uns das Ausland beneidet, bleibt jedoch nicht mehr viel, wenn wir die hohen Preise bezahlen müssen. Da beisst sich die Katze also in den Schwanz. Wenn nun die Politik diesen Teufelskreis angehen will, ist das also zu begrüssen. Angesichts des starken Frankens ist der Druck aus der Wirtschaft nicht zu überhören. Wie die Massnahmen aussehen, wird sich noch zeigen.

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