Jagd

Der Wert der Jäger wird unterschätzt

Jäger Thomas Laube ist als Gast mit dabei auf der Jagd im Wald bei Schinznach-Dorf. Wie alle Jäger arbeitet er ehrenamtlich.

Jäger Thomas Laube ist als Gast mit dabei auf der Jagd im Wald bei Schinznach-Dorf. Wie alle Jäger arbeitet er ehrenamtlich.

Es ist Wildsaison. Viele Aargauer essen leidenschaftlich gerne Hirschpfeffer, Rehrücken und Wildschweinbraten. Natürlich soll auf dem Teller nur bestes Wildbret aus der Region liegen. Dafür braucht es die rund 1400 Jägerinnen und Jäger im Kanton, welche die Tiere in den hiesigen Wäldern erlegen.

Es wäre allerdings falsch, die Rolle der Jäger allein auf die Beschaffung von Fleisch zu reduzieren. Eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz zeigt, dass Aargauer Jäger jährlich Leistungen für die Allgemeinheit im Wert von 12 Millionen Franken erbringen. Dazu zählen der Naturschutz, Öffentlichkeitsarbeit oder die Fallwild-Entsorgung.

Trotz allem stehen die Jäger von vielen Seiten unter Druck. Der Kanton gibt ihnen Abschussquoten vor und Bauern fordern eine stärkere Bejagung der Wildschweinpopulation. Gleichzeitig äussern Tierschutzverbände wiederholt Kritik an der Treibjagd.

Dabei wird schnell vergessen, dass der Aargau keine Berufsjägerschaft kennt. Die Jäger arbeiten alle ehrenamtlich in ihrer Freizeit und zahlen Pacht, um in den Jagdrevieren jagen zu dürfen. Man sollte Kompromisse mit ihnen suchen, anstatt sie immer stärker unter Druck zu setzen. Ansonsten läuft der Aargau Gefahr, dass die Jäger irgendwann genug haben und ihre umfangreichen Aufgaben nicht mehr erfüllen wollen.

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