Gleichstellung 2017. Dazu ein Znünigespräch zwischen zwei Frauen. Ort: Verwaltung einer mondänen Gemeinde.

Sie 1: He, und du ...? Wolltest du nie Kinder?
Sie 2: Ähm, doch. Ist in Planung. Weshalb?
Sie 1: Nur so. Wie alt bist du eigentlich, wenn ich fragen darf?
Sie 2: 32.
Sie 1: Ah. Hm. Habe gedacht, du seist viel älter.
Sie 2: Wieso? Wie alt hast du mich geschätzt?
Sie 1: 38 oder so.
Sie 2: Haha, nein, nein.
Sie 1: Dann wäre es langsam
vorbei mit Kindern.
Sie 2: ... ähm, ja. Das wäre dann wohl so.
Sie 1: Du musst schon ein wenig schauen. Wirklich.
Sie 2: ...
Sie 1: He und unsere Arbeitskollegin Julia. Sie hat doch schon ein Kind, oder?
Sie 2: Ja.
Sie 1: Und sie bekommt jetzt das zweite?
Sie 2: Ja.
Sie 1: Und sie arbeitet 80 Prozent?
Sie 2: Ja.
Sie 1: He nein. Das geht doch nicht.
Man kann doch nicht 80 Prozent arbeiten und Kinder haben.
Sie 2: Naja, das kommt drauf an,
was der Mann macht.
Sie 1: Haha. Meinst du, der bleibt manchmal zu Hause?
Sie 2: Ich glaube, sie teilen die Betreuung gut auf. Und die Kita gibt es ja auch noch.
Sie 1: Vielleicht. Aber dann hat man
nichts von den Kindern.
Sie 2: Hm, vielleicht arbeitet Julia ja gerne.
Sie 1: Meine Freundin arbeitet auch
einen Tag pro Woche und hat ein Kind.
Sie 2: Und ihr Mann?
Sie 1: Was?
Sie 2: Wie viel arbeitet ihr Mann?
Sie 1: Ach der? Der arbeitet normal.