Bereits stammen 27 Prozent aller Ausfuhren aus der Schweiz von Medikamentenherstellern, wie neuste Zahlen zeigen. Der Erfolg der Arzneimittel «made in Switzerland» überdeckte in den letzten Jahren etwa die Probleme der Maschinen- und Metallindustrie, die aufgrund der Frankenstärke stark gelitten hat. 

Man könnte nun argumentieren, dass die Region Basel mit dem Klumpenrisiko Pharma in den vergangenen Jahren gut gelebt hat. Kommt hinzu, dass unsere alternde Gesellschaft für eine steigende Nachfrage nach neuen Medikamenten sorgen dürfte. 

Doch das Klumpenrisiko bleibt. So wie die Bevölkerung weltweit immer älter wird, so steigen auch die Gesundheitskosten und damit der Druck auf die Medikamentenpreise. Selbst in den USA, dem attraktivsten aller Märkte, gewinnt die Debatte zunehmend an Fahrt. Auch in den Schwellenländern dämmert den Regierungen, dass Medikamente ein einfacher Hebel sind, um Kosten zu sparen. Diese Entwicklung wird irgendwann auch die hiesige Pharmaindustrie erreichen. 

So gesehen bleibt der Schweiz nichts anderes, als dafür zu sorgen, dass auch andere Branchen etwa im Technologie- oder Energiebereich attraktive Bedingungen vorfinden, damit sie sich hier ansiedeln oder ausbauen. Je breiter die Wirtschaft aufgestellt ist, desto einfacher lassen sich Rückschläge einzelner Branchen abfedern.