Apropos

Der Dreck bei Juventus Turin

François Schmid-Bechtel

Klub-Präsident und Fiat-Erbe Andrea Agnelli.

Vor rund einer Woche hat die italienische Polizei mehrere Ultra-Bosse von Juventus Turin wegen Erpressung, Geldwäsche und Gewaltdelikten festgenommen. Als Kläger fungiert der ruhmreiche Klub aus dem Piemont. Dabei hat die «alte Dame», wie Juventus auch genannt wird, die Machenschaften der Ultras nicht nur geduldet, sondern sogar unterstützt. Klub-Präsident und Fiat-Erbe Andrea Agnelli sagt mit bestürzter Miene: «Wir waren gezwungen, uns an die Forderungen der Ultras zu halten. Andernfalls hätten wir Gewalt und Rassismus im Stadion riskiert.»

Es wird kolportiert, dass der Sicherheits-Chef von Juve jahrelang den Ultra-Bossen grosse Ticket-Kontingente zugeschanzt haben soll, die diese drei mal so teuer weiterverkauft hätten. Wenn dabei etwas zurückgeflossen ist, wäre das nicht erstaunlich. Übrigens: Der Sicherheits-Chef ist noch im Amt. Gut schlafen wird er wohl nicht. Denn bereits kündigen inhaftierte Ultras an, Juve-Manager mit in den Abgrund zu reissen.

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