Der Kanton Aargau bewirtschaftet 597 Immobilien. Davon gehören ihm 433. Entsprechend verzettelt sind viele Standorte der Verwaltung. Jetzt will die Kantonsregierung diese möglichst zentralisieren, die teuersten (etwa am Bahnhof Aarau) und nicht mehr benötigten Standorte aufgeben, und wo irgend möglich von Mietlösungen wegkommen, weil Gebäude im Eigentum langfristig günstiger sind. Dies ist unterstützenswert, auch wenn periphere Standorte im Kanton kaum davon profitieren werden. Denn die Verwaltung muss zentrumsnah bleiben.

Eine Riesenknacknuss werden die bis 2030 beabsichtigten Bauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von gegen einer Milliarde Franken. Zwar dürfte die Gesamtrechnung tiefer ausfallen, weil nicht mehr benötigte oder zu ersetzende Liegenschaften verkauft werden können, und weil dank Reduktion der Büroflächen und dem Ersatz von teuren Mietlösungen voraussichtlich nachhaltig Geld gespart werden kann.

Die Riesensumme zeigt aber auch, wie gross der Erneuerungs- und Ausbaubedarf aufgrund der wachsenden Bevölkerung ist. Allein zwei neue Kantonsschulen sollen gegen 200 Millionen Franken kosten. Umso wichtiger ist es, in der Verwaltung wirklich platzmässig zusammenzurücken, wie das in der Privatwirtschaft längst der Fall ist. Und es gilt, Notwendigkeit, Kosten und Finanzierbarkeit jedes einzelnen Projekts genaustens zu durchleuchten, sobald es tatsächlich vorliegt. Denn die Kosten dürfen wir nicht aus Geldmangel künftigen Generationen aufbürden.