So weit haben wir es gebracht bei der Erziehung der Jugend. Der integrative Ansatz in der Volksschule führt dazu, dass begabte Schüler so unterfordert sind, dass sie sich aus Langeweile im Unterricht derart unmöglich aufführen, dass man gar nicht anders kann: Man möchte ihnen den Mund mit Ritalin vollstopfen, bis sie daran ersticken.

Klingt barbarisch, ist aber Realität. Jedenfalls müssen wir davon ausgehen, sonst würde es kaum eine so integre, nichts anderem als der Wahrheit verpflichtete und mit staatlicher Autorität ausgestattete Persönlichkeit wie eine Gerichtspräsidentin öffentlich zu Protokoll geben.

Wo sich die Dame gerade im Wahlkampf um einen zweiten SVP-Sitz in der Kantonsregierung befindet, wird man an eine Empfehlung der in der SVP aufgegangenen Autopartei aus 1980ern zum Umgang mit Grünen und Linken erinnert.

Ob nun heute auf über- oder unterforderte Schüler oder Bildungspolitiker adaptiert: Das Rezept «an die Wand nageln und mit dem Flammenwerfer drüber» klingt, weil schneller wirkend, irgendwie noch fast humaner als der Erstickungstod durch Psychopharmaka.